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Es werden Posts vom März, 2013 angezeigt.

Verantwortung und das Internet

Selbst wer meinen Twitteraccount nur mit halboffenen, nach durchzechter Nacht verquollenen, Augen liest weiß vermutlich, dass ich Kinder habe. Kind1(8) ist acht. Kind2(6) ist aktuell, Sie ahnen es, sechs. Wir gehören zum elitären Kreis derer, die ein iPad sein Eigen nennen und so kommt es immer häufiger vor, dass Kind1(8), der Junge, googelt, was uns, die Eltern, nicht zuletzt, mit der Pflicht der Medienerziehung konfrontiert.
So weit, so gut. Er googelt Bilder von Tieren, nach Dinosauriern, Fußball und anderen Dingen die einen achtjährigen eben so interessieren. Man leitet an, erklärt dieses und jenes, aber kann eben auch nicht ständig und die ganze Zeit daneben sitzen.

WAS IST WAS? #Koellesterin - Wie ein Twittertreffen entsteht

Prolog
Vor etwa einem Jahr war ich bei meinem ersten Twittertreffen. Der @sechsdreinuller hatte zu #FrankfurtCalling geladen und ich ging hin. Es gefiel mir, die Menschen hinter den Accounts kennenzulernen und so war es nur ein kurzer Schritt zum Entschluss, ein Twittertreffen abseits der "großen" Twitterstädte zu veranstalten. Der eine oder andere weiß, dass ich nicht direkt in Köln, sondern im eher ländlichen Umland wohne, also fragte ich @sidera, ob sie Lust hätte mir zu helfen. Sie hatte und fand eine Location, in der wir, ohne Vorkasse oder Mindestverzehr, feiern konnten (was gar nicht so leicht war). Das #Koellesterin war geboren.

WILL.I.AM and Ilse, bitch!

Verbraucherministerin Ilse Aigner, von der CSU, hat keinen 10-Punkte-Plan. Das ist verwunderlich, aber noch keine Nachricht wert, hätte sie nicht stattdessen ein Bündnis ins Leben gerufen. Ein "Bündnis für Verbraucherbildung", das dem dummen Verbraucher beibringt, was gut für ihn ist und was nicht. Und wo findet man in unseren Zeiten die dümmsten Verbraucher? Richtig, in der Schule.

"Können wir das schaffen?" - "Yo, wir schaffen das!"

Manchmal denke ich über Tweets nach. Das ist nicht besonders wichtig, aber ich kann hier ja schreiben was ich will. Jedenfalls denke ich manchmal über Tweets nach. Über diesen hier zum Beispiel:

ich frage mich ja wirklich, ob manche Twitterer wieder ihre 5.000 Follower bekommen würden, wenn sie sich löschen und neu anmelden würden.
— ... (@Psychisch_labil) 11. März 2013

Haaaallo Eeeecho... Haaaallo Frei.Wild

Die Diskussion um die Echo-Nominierung der Band Frei.Wild macht einmal mehr die Problematik deutlich, mit der Demokratien Andersdenkenden schon der Verfassung wegen gegenüber treten müssen.

Was war geschehen? Eine Band, die offen mit nationalistischem Gedankengut Geld verdient, wurde für einen Musikpreis nominiert. Daraufhin traten ebenfalls nominierte Bands wie Kraftklub und MIA. von ihren Nominierungen zurück. Dieselben MIA. übrigens, die sich vor ziemlich genau 10 Jahren ironischerweise ähnlichen Vorwürfen ausgesetzt sahen. Ein Schelm, wer dabei an PR denkt.

So weit so gut. Es ist das gute Recht eines jeden Musikers auf Nominierungen zu verzichten. Von Veranstaltungen fern zu bleiben. Auch aus Protest. Die Schwierigkeiten fangen für mich da an, wo die Deutsche Phono-Akademie Frei.Wild von der Nominierungsliste streicht.